Selten ist… Leben mit PCD
Leonie Hungerbühler geht in ihrer Maturarbeit «Leben mit PCD. Ein Podcast mit Fokus auf die Behandlungsbelastung» der Frage nach, wie das Erleben der Primären Ciliären Dyskinesie (PCD) und die Behandlungsbelastung durch Betroffene der Öffentlichkeit nähergebracht werden kann. Zu diesem Zwecke hat die Autorin einen Podcast gemacht, der anhand von persönlichen Fallgeschichten eine allgemeine Vorstellung des Themas vermittelt aber den Zuhörerinnen und Zuhörern ebenfalls auf verständliche, anregende Weise die PCD näherbringt und Aufmerksamkeit sowie Verständnis generiert.

Worum geht es in Ihrer Maturarbeit?
Im Rahmen meiner Maturarbeit habe ich mich mit der seltenen Atemwegserkrankung Primäre Ciliäre Dyskinesie (kurz PCD) befasst. Der Fokus liegt dabei darauf, wie Betroffene das Leben mit der PCD erleben und wie sie die Belastung durch deren Behandlung empfinden. Um diese noch wenig untersuchte Krankheit einem breiteren Publikum näherzubringen und Aufmerksamkeit zu erzeugen, habe ich einen Podcast aufgenommen. In fünf Folgen werden in einfacher Sprache theoretische Hintergründe zur PCD und zur Behandlungsbelastung erklärt. Ergänzt werden diese Theorieabschnitte durch persönliche Geschichten sowie zwei Interviews, die Einblicke in das Leben von Betroffenen geben. Die schriftliche Arbeit dient als theoretische Grundlage der vermittelten Inhalte und zeigt die Umsetzung des Podcasts.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Ich bin selbst von PCD betroffen und erlebe die damit verbundene Belastung tagtäglich. Auf das Medium Podcast fiel meine Wahl, da sich dieses grosser Beliebtheit erfreut und sich dadurch gut eignet, die Krankheit anderen Personen näherzubringen. Zudem gestaltete sich meine Arbeit sehr vielfältig, da ich mich sowohl theoretisch als auch kreativ mit der Thematik auseinandersetzte.
Was war das Spannendste bei der Erarbeitung?
Sehr bereichernd fand ich den Austausch mit einer Fachperson und einem anderen Betroffenen während der beiden Interviews, die ich durchgeführt habe. Diese haben mir sehr spannende Einblicke geliefert, und im Rahmen der Auswertung dieser Gespräche habe ich verschiedene Wirkungsgefüge und Grafiken ausgearbeitet. Eine interessante und lehrreiche Herausforderung war zudem die gesamte Umsetzung des Podcasts vom ersten Konzept bis hin zum fertigen Produkt.
Was können Sie den zukünftigen Maturand:innen für die Erstellung der Maturarbeit mitgeben?
Ein Thema zu wählen, das einem am Herzen liegt und einen interessiert, ist sehr wichtig! Die Maturarbeit ist eine großartige Chance, etwas Neues auszuprobieren und sich selbstständig mit einer Thematik vertieft zu beschäftigen. Wichtig ist auch dranzubleiben: lieber viele kleine Schritte als am Ende alles auf einmal. Am Anfang mag der Arbeitsaufwand überwältigend erscheinen, aber viele kleine Etappen führen letztendlich zum Ziel!