Erfolgreicher Sprung über die Bildungsbrücke: Passerellenfeier 2026

Am 4. September versammelten sich Absolventinnen und Absolventen, Angehörige und Lehrpersonen zur Passerellenfeier. Man würdigte den erfolgreichen Abschluss eines intensiven Jahres, das den Weg an die universitären Hochschulen ebnete.

Ein festlicher und musikalischer Auftakt

Den feierlichen Auftakt gestaltete die Musik: Es erklang der 1. Satz des Trompetenkonzerts in Es-Dur von Johann Neruda, brillant vorgetragen von Karim Aly an der Trompete und feinfühlig begleitet von Satoko Kato am Klavier.

Lob für die „Überflieger“ der Praxis und Theorie

Im Anschluss übernahm Rektor Klee das Wort für die offizielle Begrüssung. Er zeigte sich erfreut über die Leistungen des Jahrgangs und hob hervor, mit wie viel Nervenstärke und Können die Prüfungen gemeistert wurden. Besonders eindrücklich: Während das Bestehen mit der Punktlandung von exakt 20 Punkten von stählernen Nerven zeugte, glänzten Spitzenabsolventinnen mit herausragenden 28 Punkten (einem Schnitt von 5,6).

Rektor Klee schlug zudem den Bogen zur aktuellen Bildungsforschung von Stefan Wolter. Er betonte, dass gerade die Kombination aus bereits erlernter Berufspraxis und der nun erworbenen theoretischen Allgemeinbildung die Absolventen zu echten „Überfliegern“ auf dem Arbeitsmarkt mache. Wer sowohl in der Praxis als auch in der Schule überzeuge, bringe die besten Voraussetzungen für eine herausfordernde Welt mit.

Die Passerelle als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft

Die anschliessende Passerellenrede wurde von Prorektor Claudio Darms gehalten, der das Wort „Passerelle“ – französisch für einen schmalen Übergang oder einen Steg für Fussgänger – in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte. Ein Begriff, den die Studierenden der allerersten Französischklasse des Lehrgangs natürlich besonders gut zu deuten wussten und dafür einen Sonderapplaus ernteten.

Der Prorektor beschrieb den Weg über diese Brücke als anspruchsvoll: Von 78 Angemeldeten starteten schliesslich 75 das Abenteuer, und 45 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen sassen nun stolz im Saal. Dies entspricht einer Erfolgsquote von rund 60 % aller Angemeldeten – ein Beweis für die hohen Anforderungen des Lehrgangs.

Das Besondere an diesem Jahrgang sei die Vielfalt der Biografien. Aus den Motivationsschreiben zitierte Darms bewegende Träume – von der angehenden Veterinärmedizinerin bis zum künftigen Jus-Studenten, der dank der KME die hohen Gebühren privater Schulen umgehen konnte. „Sie bringen Erfahrungen mit, berufliche und persönliche. Sie wissen bereits, dass Bildungswege nicht immer gerade verlaufen“, würdigte der Prorektor den Reifeprozess der Studierenden. Mit dem Zeugnis stünden ihnen nun alle Türen zu den Schweizer Universitäten und den Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) offen. Ein herzlicher Dank ging dabei auch an die unterstützenden Familien sowie die engagierten Lehrpersonen.

Zum Schluss gab er den Absolvierenden augenzwinkernd einen wichtigen Rat auf den Weg: „Niemand richtet es sich auf einer Passerelle gemütlich ein. Man stellt dort kein Sofa hin und pflanzt keine Geranien.“ Die Brücke sei überquert, nun gelte es, neugierig weiterzugehen – vielleicht ja irgendwann zurück an die KME, spätestens aber zum Ehemaligentreffen am „Last Friday in May“, dem 28. Mai 2027.

Ausklang im Garten des Neumünsters

Bei traumhaftem Spätsommerwetter stiessen die frischgebackenen Passerellenabsolventinnen und -absolventen im idyllischen Garten des Neumünsters mit einem Apéro an. Es war der perfekte Ausklang für einen Tag voller Stolz, Erleichterung und Vorfreude auf das bevorstehende Studium.

Text: Claudio Darms

Bilder: Roberto Huber

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