Ergänzungsfachtag Geografie: Klimapolitik und Computermodelle

Die Geografie-Klasse beschäftigte sich am Ergänzungsfachtag (7.11.25) mit dem Klimawandel. Dazu lud sie eine Expertin für System-Dynamik aus Norwegen ein. Gemeinsam simulierten sie eine Klimakonferenz auf Basis computerbasierter Modelle.

Birgit Kopainsky ist Professorin für System Dynamics an der Universität Bergen (Norwegen). Mit ihrer Unterstützung setzte sich das Ergänzungsfach Geografie mit Klimapolitik und SystemDynamik auseinander. Die Geografin führte die Klasse in systemisches Denken und das vom MIT mitentwickelte Simulationsspiel ENROADS ein. Mit diesem simulierten die Studierenden eine KlimakonferenzSie nahmen verschiedene Rollen ein, debattierten und verhandeltenmit dem Ziel, die globale Erwärmung auf den «2°CPfad» zu bringen. Dabei orientierten sie sich am aktuellen Stand der internationalen Diskussion: Am Vorabend des Ergänzungsfachtags erklärte die Regierungskonferenz im Vorfeld der 30. UNO-Klimakonferenz in Belém (Brasilien), dass wir das globale 1.5°C Ziel verpassen werden. 

In einem Theorieblock lernten die Studierenden wichtige Instrumente des System-Denkens kennen und modellierten verstärkende und ausgleichende FeedbackLoops zu verschiedenen Themen wie Stress, KI oder erneuerbare Energien. 

Der Besuch der aktuellen ETHAusstellung «Keep it cool – Tech to rescue» rundete den Ergänzungsfachtag ab: Dabei erfuhren die Studierende, welche technischen Lösungen zur Entfernung von C02 aus der Atmosphäre zurzeit in Entwicklung sind. Dank der Erfahrung aus dem Simulationsspiel waren sie sich bewusst, dass diese Technologien höchstens als flankierende Massnahmen eingesetzt werden können. 

Nicht nur in den Köpfen, sondern auch in den Mägen war die Umwelt präsent: Das Mittagessen bestand aus einem klimaneutralen Buffet, zu dem alle etwas beigesteuert haben. 

Text und Bilder: Anita Diener